Gartenfauna: die Falle der vermeintlich schonenden Produkte

Hallo, hier ist Judith.

Um die Tierwelt im Garten zu schützen, räume vergessene Behälter weg und verlasse dich nicht allein auf den Hinweis „mild“ auf einem Produkt: Prüfe seine Zusammensetzung und Anwendung.

Ein Garten kann nach Einbruch der Dunkelheit friedlich wirken, während Igel, Kröten und nützliche Insekten ihre Streifzüge beginnen. Eimer und Töpfe, die auf dem Boden stehen bleiben, werden zu Fallen. Manche Pestizide und Insektizide sind zudem für nicht gezielt bekämpfte Arten giftig.

Sofort erledigen

  • Leere ungenutzte Eimer und Töpfe aus.
  • Räume Behälter geschützt weg oder staple sie außerhalb der Reichweite kleiner Tiere.
  • Drehe Behälter, die draußen bleiben müssen, auf einer ebenen und stabilen Fläche um.
  • Lege einen rauen Ast oder ein Brett in jeden Wasserbehälter.
  • Lies vor einer Behandlung das Etikett und vermeide Anwendungen in der Nähe von Rückzugsorten und Wasserstellen.

Am einfachsten ist ein zwei- bis dreiminütiger Rundgang durch den Garten, bevor du hineingehst. Wenn du dich näher mit ökologischem Gärtnern und dem Schutz der Tierwelt ohne übermäßiges Eingreifen befassen möchtest, beobachte zuerst, was bei dir Tiere anlockt oder in die Falle lockt.

Die Falle vermeintlich milder Produkte und vergessener Gegenstände

„Natürlich“, „mild“ oder „umweltfreundlich“ bedeutet nicht automatisch, dass ein Produkt harmlos ist. Je nach Zusammensetzung, Dosis, Zeitpunkt und Art der Anwendung kann es Bestäuber oder andere Arten beeinträchtigen.

Doch die Gefahr geht nicht immer von einer Behandlung aus. Ein tiefer Topf mit glatten Wänden kann eine Maus, eine Kröte oder einen Käfer einsperren. Nach einem Regenschauer wird auch ein Eimer zu einem Behälter, in dem ein kleines Tier zu ertrinken droht.

Warum ein gewöhnlicher Behälter die Tierwelt im Garten gefährdet

Ein Igel, der in einen Eimer fällt, findet manchmal keinen Halt, um wieder herauszukommen. Eine Hummel mit nassen Flügeln kann im Wasser stecken bleiben, während ein umgedrehter Behälter in der Sonne für Insekten und Reptilien, die darin Zuflucht suchen, zu einem kleinen Backofen werden kann.

Ein Ast, der den Boden eines Behälters mit seinem Rand verbindet, bildet dagegen eine Ausstiegsrampe. Das kostet nichts und kann schon ausreichen, damit ein Wasserbehälter nicht zur Falle wird.

Gegenstand im Garten Mögliches Risiko Einfache Maßnahme
Offener Eimer oder Topf Sturz, Erschöpfung oder Ertrinken Ausleeren, wegräumen oder flach umdrehen
Wasserbehälter mit glatten Wänden Tier kann nicht wieder herauskommen Eine raue Ausstiegsrampe bis zum Rand anbringen
Pflanzenschutzmittel Nicht gezielt bekämpfte Arten können damit in Kontakt kommen Etikett lesen und Behandlungen auf ein Minimum beschränken
Umgedrehter Topf in der Sonne Hitze und Austrocknung Wegstellen oder prüfen, ob sich ein Tier darin befindet

Wie du Mittel auswählst, ohne nützlichen Insekten zu schaden

Insektizide können auch nützliche Arten treffen, selbst wenn sie laut Angabe gegen einen Schädling wirken sollen. Laufkäfer helfen dabei, manche Schädlinge zu regulieren, während Bestäuber an der Fortpflanzung vieler Pflanzen beteiligt sind. Ihren Lebensraum zu erhalten, trägt dazu bei, dass der Garten im Gleichgewicht bleibt.

Ein konkretes Beispiel: Wenn einige Rosen von Blattläusen befallen sind, kann eine Behandlung des ganzen Beets nicht gezielt bekämpfte Insekten gefährden. Wer zunächst die Blätter begutachtet, stark befallene Pflanzenteile entfernt und natürliche Fressfeinde fördert, kann oft mit weniger Mitteln auskommen.

  • Stelle genau fest, worin das Problem besteht, bevor du eingreifst.
  • Bevorzuge mechanische Maßnahmen oder gezielte Lösungen, die zur Situation passen.
  • Befolge die Anweisungen auf dem Etikett und schütze Wasserstellen sowie Rückzugsorte.

Nützliche Insekten sind kein Zeichen von Unordnung, die beseitigt werden muss: Oft zeigen sie, dass der Garten funktioniert.

Das Abendritual, das den Garten sicherer macht

Bei Einbruch der Dunkelheit sind Tiere unterwegs, während Werkzeuge und Behälter manchmal draußen stehen bleiben. Eine regelmäßige Kontrolle in der Nähe des Komposts, der Beete und des Außenwasserhahns hilft dabei, die häufigsten Gefahren schnell zu erkennen.

Um die Artenvielfalt zu fördern, ergänze das Aufräumen durch vielfältige Lebensräume: Hecken, Totholzhaufen, Wiesenbereiche und heimische Pflanzen. Insektenhotels ersetzen diese natürlichen Rückzugsorte nicht. Werden sie schlecht gepflegt oder gibt es zu viele davon, können sich darin Parasiten und Pilze ausbreiten.

Ein Ablauf in drei Schritten

  1. Nachsehen: Kontrolliere Eimer, Töpfe, Hohlräume und Wasserbehälter, bevor du hineingehst.
  2. Sichern: Leere die Behälter aus oder räume sie weg und bringe in den Behältern, die draußen bleiben, eine Ausstiegsrampe an.
  3. Bewahren: Beschränke Behandlungen auf ein Minimum und setze auf vielfältige Rückzugsorte für die heimische Tierwelt.

Dieses kurze Ritual macht aus einem alltäglichen Versäumnis eine sinnvolle Maßnahme: Der Garten bleibt für seine nächtlichen Besucher und für die Arten, die zu seinem Gedeihen beitragen, ein einladender Ort.

Sind als natürlich bezeichnete Produkte für die Tierwelt ungefährlich?

Nein, diese Bezeichnung garantiert nicht, dass kein Risiko besteht. Die Giftigkeit hängt insbesondere von der Zusammensetzung, der Dosis und den Anwendungsbedingungen ab. Lies immer das Etikett und vermeide unnötige Behandlungen.

Was tun mit einem Eimer, der draußen bleiben muss?

Stelle ihn auf eine ebene Fläche und lege einen rauen Ast oder ein raues Brett hinein, das den Boden mit dem Rand verbindet, damit ein Tier wieder herauskommen kann.

Reichen Korken in einem Wasserbehälter aus?

Sie können schwimmende Haltepunkte bieten, ersetzen aber keine stabile Rampe, die bis zum Rand des Behälters reicht.

Schützt ein Insektenhotel immer Bestäuber?

Nicht unbedingt. Ein schlecht gepflegter oder zu dichter Unterschlupf kann Parasiten und Pilze begünstigen. Auch vielfältige natürliche Lebensräume sind wichtig.

Danke fürs Lesen, Judith. Wenn dich das Thema anspricht, freue ich mich über einen Kommentar von dir unter dem Artikel.

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